Unser großes Jubiläumsjahr ist inzwischen Vergangenheit. Mit Abstand von einigen Monaten, möchten wir Euch heute ein wenig aus diesem Jahr berichten. Was bedeutet es, ein Unternehmen zu führen, das ein Vorfahr vor nun über 150 Jahren gegründet hat? Dies ist in Deutschland eine Besonderheit. Es gibt nur ganz wenige Unternehmen, die zum einen 150 Jahre alt sind und zum anderen seit 150 Jahren im Besitz der Gründerfamilie sind. Im normalen Alltag sind das natürlich keine Themen, mit denen sich unsere Geschäftsführer Axel und Thomas Stauder beschäftigen. Aber besonders in  einem Jubiläumsjahr hält man doch auch bewusst inne und beschäftigt sich mit der Vergangenheit. Ohne Vergangenheit gibt es keine Zukunft!

Ohne den Mut von Theodor Stauder, der sich 1866 aus seiner Heimat – dem Frankenland- aufmachte, um im Ruhrgebiet eine neue berufliche Chance zu finden, gäbe es heute unsere Privatbrauerei Jacob Stauder gar nicht. Wieviel Mut haben die Gründer damals aufgebracht, einfach loszuziehen und in einer neuen Stadt ganz von vorn anzufangen! Wohlgemerkt ohne die für uns heute selbstverständliche kommunikative Vernetzung. So ließ unser Vorjahr Theodor Stauder beispielsweise seine Familie zunächst in der alten Heimat zurück und zog allein los, um sein berufliches Glück zu finden.

Thomas und Ricarda Stauder hatten es sich im letzten Jahr zur Aufgabe gemacht, die Geschichte der Familie und des Unternehmens aufzuarbeiten. Das Ergebnis haben die beiden in einem reichlich bebilderten Vortrag unter dem Motto „Stauder erzählt Stauder“ zusammengefasst.

Die Veranstaltung „Stauder erzählt Stauder“ sollte jeden Monat im Jubiläumsjahr im Schalander der Brauerei stattfinden. Interessierte Gäste, konnten sich über unsere Website zu dieser Veranstaltung anmelden.

Im Rahmen aller geplanten Jubiläumsaktivitäten war diese Veranstaltung etwas  ganz Neues und wir wussten überhaupt nicht, ob ein geschichtlicher Vortrag auf allgemeines Interesse stoßen würde. Demzufolge waren alle Beteiligten natürlich aufgeregt, ob sich genügend Gäste anmelden würden. Die erste Veranstaltung „Stauder erzählt Stauder“ im Januar 2017 war schon nach wenigen Tagen ausgebucht und nun stieg natürlich die Aufregung, ob man den Erwartungen gerecht werden konnte…

„Stauder erzählt Stauder“ fand zwölf Mal im Rahmen des Jubiläumsjahres statt. Es waren sehr schöne Abende, denn neben dem interessanten Vortrag gab es auch immer im Anschluss sehr interessante Fragen und Diskussionen. Eine sehr nette Geschichte möchten wir an dieser Stelle erzählen. Ein schon etwas älterer Gast berichtete, dass er als Lehrling oft für Stauder tätig war. Er erlernte damals den Beruf des Schildermalers. Jeder in der Firma fuhr gerne vom Betrieb der Schildermalerei in der Innenstadt nach Altenessen, wenn dort etwas zu erledigen war. Warum? Es gab beim Pförtner immer eine Marke für ein Pils und ein halbes Mettbrötchen. Das war Anreiz genug, um die Strecke mit dem Fahrrad zu radeln.

Solche und ähnliche Anekdoten wurden im Rahmen der Veranstaltung viel erzählt und haben uns sehr erfreut.

Auch für uns war die Reise in die Vergangenheit sehr spannend. Wir haben vieles erfahren, was wir gar nicht wussten. Wir haben Fotos gesehen, die uns sehr erheitert haben und die uns ein bisschen in die letzten 150 Jahre haben eintauchen lassen.

Für alle Interessierten: Die Privatbrauerei Stauder lädt in losen Abständen auch in diesem Jahr wieder zu „Stauder erzählt Stauder“ ein. Die Termine veröffentlichen wir auf www.stauder.de.

 

 

Bilder zu:

Rückblick auf unser Jubiläumsjahr - Faszination Familienunternehmen

Mitreden

Kommentare zu Rückblick auf unser Jubiläumsjahr - Faszination Familienunternehmen (1)

Harald van Eickelen Di 12.06.2018, 08:48 Uhr

Liebe Leute von der Stauderbrauerei, ob die Familie Stauder persönlich, die Angestellten, ihr seid einfach nur gut, nein nicht nur gut, ihr seid sehr gut.
Ihr seid ein Teil meiner Heimatstadt Essen.
Auch wenn ich meinen zugesagten Termin leider absagen musste, was ich persönlich sehr bedauere.
Ich möchte euch trotzdem ein riesenkompliment machen, für alles, was ihr so auf die Beine stellt.
Ob es eure sozialen Aktivitäten, egal in welchem Bereich, ob als Arbeitgeber, oder ihre Angestellten, ihr seid einfach sensationell gut.
Eben eine kleine (große) Persönlichkeit. In der Hoffnung, wenn es Zusatztermine gibt, für Stauder erzählt Stauder, das ich einen Platz ergattern kann.
Macht weiter so, denn ohne Stauder, wär in Essen garnichts los!
Liebe grüße Harald van Eickelen. Stauder und der RWE!